Überzeugungen


Alle und alles ist Teil von dem, was man Gott nennen kann!

 

 

Es gibt nichts, was nicht 'Neoform' ist. Das heißt, nichts und niemand wird ausgegrenzt aus dem Neoformismus, alle und alles sind Teil von dem großen, heiligen Ganzen, das unsere Welt ausmacht. Und das Wort 'unsere Welt' ist nicht auf unseren Planeten begrenzt, oder sogar nur auf unser Land, Stadt, Straße, sondern auf die Gesamtheit der Existenz. Alles, was existiert ist unserer Welt, ist unser Zuhause, in dem wir alle unseren Platz haben!

Wir sind mit jeder Existenz, sei es Mensch, Tier, Pflanze, Stock und Stein, Atom, Mikrokosmos und Makrokosmos vergeschwistert!

Wir sind Geschwister im Sein!

Wenn jemand den Schwachsinn sagt:

'Gott hasst alle Schwulen...', oder alles, was man an Ausgrenzungen noch einfügen könnte, ist das Rückschluss auf den Autor dieser 'Weisheit'. ER hasst alle Schwulen, er hasst das schwule an sich! So kann man immer Rückschlüsse über den ziehen, der so etwas bescheuertes sagt.

Das Gott hasst nichts und niemand. Das Gott fühlt nur absolute Ausgeglichenheit, das Gott fühlt nichts, will nichts, tut nichts!

Es ist.

Und dem sollten wir nacheifern uns als Teil der großen Ganzheit verstehen und das auch jedem und allem in unserer Mitwelt zugestehen. Egal, ob Jude, Moslem, Christ, Buddhist, oder Christdemokrat. Egal, ob Schwarz, Weiß, Rot, Gelb oder Kariert.

Wir leben alle das Wunder des Seins, das wundersame Geschenk!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Wir durchdringen das Gott und das Gott uns!

 

Wir sind das Gott! Wir sind völlig davon durchdrungen. Wenn die Gesamtheit der Existenz, des Seins, das Gott ist, gehen wir alle völlig darin auf. Das Gott ist unendlich viel mehr, als wir, aber wir sind ganz Gott! Bis in unsere tiefsten Tiefen, bis in unsere Atome, die alle ihr eigenes 'Bewusstsein' haben, die alle das Gott sind, sind wir das Gott!

Wenn das so ist, dann ist jeder Schaden, den wir dem 'Feind' zufügen, Schaden an das Gott und auch Schaden an uns selbst! Wir vergewaltigen unser höchsteigenes Selbst, wenn wir Gewalt ausüben, weil in unserem tiefsten Innern Frieden ist!

Wir haben aber von allen Generationen vorher Krieg gelernt, der aus entwicklungsgeschichtlicher Sicht wohl notwendig war, aber es heute nicht mehr ist! Er ist archaisch und völlig überflüssig. So wie jede Begegnung nicht mehr Konfrontation sein sollte, sondern freundlich und ohne Angst stattfinden kann!

Wenn wir in allen und allem das Gott sehen und damit auch in uns, dann ist der Weg dahin nicht mehr weit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Das Gott ist nicht personalisierbar!

 

Wenn man alles, was die Wissenschaften ergründet haben, miteinbezieht, und das neoformistische Gottesbild ist der Zusammenschluss aller wissenschaftlichen Disziplinen, kann das Gott keine Person sein! Im Himmel waren wir schon, wir haben sogar eine Station dort, aber niemand hat einen alten Mann mit weißem Bart dort gesehen. Die Orte 'Himmel' und 'Hölle' gibt es nicht! Es gibt nur die Zustände des Menschen. Wir sind auch nicht nach 'Gottes Ebenbild' geschaffen. Was würden die Andromedaner dazu sagen, die 18 Arme und drei Köpfe haben? Sind sie nicht mit das Gott? Doch, sind sie, das Gott ist allumfassend, das muss es sein, alles andere wäre kleinkariert, und Egomanisch. Also kann das Gott nur die 'Form' der allumfassenden Existenz haben, alles, was ist, die Gesamtheit allen Seins, ist das Gott!

So darf man das Gott keinerlei Person unterstellen, keinerlei Gestalt, keinerlei Willen!

Es ist, was es ist.

Die große Ganzheit, deren mikrominiaturkleine Teile wir sind. Unendlich ins Innere und im Geiste. Nur vor dem letzten 'Warum?' müssen wir kapitulieren! Ein letztes Durchdringen dieser Frage wird es als Mensch vermutlich nicht geben. Und das ist vermutlich das einzige, was den Menschen die Demut behalten lässt...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Kein Gott ist aktiv, das Gott 'spricht' nur durch die 'Schöpfung'!


Das lehrt uns unsere eigene Erfahrung, ob das ins Glaubenskonstrukt passt oder nicht! So ist das, was man Gott nennen kann, nicht aktiv! Es spricht zu niemandem, es sagt niemandem, was er zu tun und zu lassen hat, es fordert keinerlei Opfergaben, weil nichts da ist, was etwas sagen oder fordern könnte! Das Gott ist eine perfekte Meditation. Der Tod, das Nirwana, das wir alle erreichen werden. Es wäre nur schön, wenn wir davon schon eine Ahnung bekommen würden, bevor der Tod uns ereilt und wir nicht erst in den letzten Momenten des Menschseins eine brutale 'Zwangserkenntnis' erfahren würden! Das Gott spricht nicht, aber es gibt so viele Dinge, die es sagen würde, wenn es eine Person wäre! Es spricht durch das, was man 'Schöpfung' nennen kann, z.B. durch Menschen.

Und wenn jeder ehrlich in sich hinein horchen würde, als inkarnierter Mensch, dann würde jedem offenbar, was das wäre.

Der Krieg nur ein zeitlich begrenzter Zustand im heranwachsenden Menschen, der notwendiger Weise alle Stadien menschlicher Entwicklung durchlaufen muss. Wie ein Embryo, der alle Entwicklungsschritte durchlebt, wird auch die seelische Entwicklung von jedem Individuum nachvollzogen. Die meisten bleiben nur irgendwo stecken.

Das ist nicht abwertend oder überhaupt wertend gemeint. Das ist nur eine Tatsache. So entwächst man auf dem Weg irgendwann dem Krieg und der Aggression, wird flexibel und weich, erkennt das Fehlen jeglichen Wollens als Kern in jedem Wesen.

Es spricht durch den Sonnenuntergang, durch den Gesang der Vögel, durch den Wind, durch ein beeindruckendes Gewitter. Aber auch durch den selbstmörderischen Attentäter, der 50 Menschen mit in den Tod reißt. Was kann das heißen? Das heißt: Lerne Vergebung, lerne, den Krieg zu überwinden, lerne, zu lieben, lerne Mensch zu werden! Lerne!

Für jeden Menschen hat unsere Welt Szenarien, an dem er lernen kann und soll, aus dem er wachsen kann und soll, aus dem er zum Menschen werden kann und soll. So viele, die den Hass schon mit der Muttermilch aufgesogen haben, wird das fast unmöglich sein. Fast!

Aber jeder hat das Potential dazu, jeder!

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Das Leben ist Verheißung und Erfüllung gleichzeitig!

 

 

 

 

Das Leben, das Geschenk, das wir, ohne die Bedeutung und den Wert dieses Geschenkes zu ahnen, verschwenden, ist göttlich. Oder es kann zumindest so sein, wenn man sich die Menschwerdung erlebt hat!

So, wie es bis jetzt verbreitet gelehrt wird, ist das Leben die Verheißung, die nach dem Tode zur Erfüllung werden soll. Im Jenseits wartet die Erlösung, das Heil, die Wiedergutmachung. Die Wiedergeburt kommt bei so vielen Menschen  VOR der Geburt!

Das ist für Menschgewordene eine Katastrophe!

Das Leben ist die Erfüllung!

Im Leben muss man seine Sachen beieinander haben, im Leben den Krieg überwinden, im Leben sich selbst ergründen!

Einem Menschgewordenen ist das Leben die Erfüllung! Er braucht kein Jenseits, in dem erst alles gut wird. Dieses Leben ist dazu da! Dieses Leben ist das Paradies, in dem wir die Selbsterkenntnis vollziehen können. In dem wir Liebe finden und wenn wir ausgeglichen geworden sind, die letzten Schleier der Gefühle von unserem Selbst ziehen und eine gottgleiche, angenehm kühle Leere leben können.

Und dann dem Tod mit Interesse und mildem Spott entgegenblicken können! Den Tod als ERFÜLLUNG DES LEBENS betrachten können!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Das Wunder ist die Existenz an sich!

 

Die Frage: 'Warum existiert überhaupt irgendwas?' ist der Kern. Wir sind es nur so gewohnt, zu sein, das wir diese Frage gar nicht stellen. Normal wäre, wenn NICHTS wäre! Wo kommt denn alles, was wir sehen, her? Jedes der Myriaden Atome, die unsere Materie und uns ausmachen, ist ein Wunder!

Ja, der Urknall. Ein Wunder! Warum explodiert aus dem Nichts heraus etwas und wo kommt die Materie her, die in den plötzlich entstandenen Raum hinausgeschleudert wird? Wo kommt die Energie dazu her?

Was war das?? Wer war das?? War das "Jemand'?

Normal ist die Nichtexistenz!

So müssten wir jeden Tag über unser – jedes – Sein jubeln, uns freuen, dass wir sind, wie jedes Wesen, jeder Stein, jedes Atom!

Wir dürfen dieses Sein nicht mit dem Krieg verschwenden! Wir müssen ihn in uns überwinden!

Es kann jeden Moment zu ende sein.

Das Wunder der Existenz. Und was, wenn kein Jenseits wartet? Wenn keine Jungfrauen auf die Märtyrer warten? Kein Paradies und keine Hölle?

Dann haben wir die Möglichkeiten dieses Lebens nicht erkannt und genutzt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Das Paradies!

 

Der Neoformismus bedient sich bei dem alttestamentalischen Bild des Paradieses. Als Bild, nicht als örtliche Tatsache. Damit sich das Bild voll erschließen kann, muss man als erstes das Wort 'Paradies' einmal übersetzen.

'Para' ist eine griechisch-römische Vorsilbe, die vieldeutig ist und soviel wie 'neben', 'außerhalb', 'außer' bedeutet. 'Dies' ist Latein und bedeutet schlicht 'Tag'. So kommt man dem 'Paradies' schon recht nahe, wenn man sagt:

'Neben dem Tag'

Es ist eine EINSTELLUNG, die den einzelnen von neben dem Tag her begleitet, quasi ein Filter, der die Ereignisse und Vorkommen des Tages wertungsfrei werden lässt.

Das Paradies kann in uns sein!

Warum sind Adam und Eva aus dem Bild vertrieben worden? Weil sie vom Baum der Erkenntnis von 'Gut' und 'Böse' gegessen haben. So kann man im Paradies nicht sein. Nicht, weil der liebe Gott es nicht will, sondern weil man mit der WERTUNG im eigenen Inneren nicht frei sein kann. Wertend, sich verhüllend, mit einem Ego! Wenn man bei dem Bild bleibt, hat Gott sie dafür rausgeschmissen, sie haben sich Kleider gemacht und das Elend hat seinen Lauf genommen. Sie SOLLTEN nicht von diesem Baum essen! Sie SOLLTEN nicht werten, Gut und Böse unterscheiden! Sich verhüllen, sich schämen!

Wer das aber tut, hat kein Paradies!

Richtig ist, dass der Zustand 'Paradies' jedem immer zugänglich ist!

Das Bild, sich Kleider zu machen, sich zu verhüllen, bietet aber genauso den Weg, (wieder) hineinzukommen, die Lebenseinstellung 'Paradies' zu erreichen. Und zwar, indem man sich nackig macht!

Die Masken und Täuschungen, die man sich im Leben zugelegt hat, wegzuwerfen! Durch die Selbstfindung! Durch Selbstbeobachtung. Dadurch, die Wertung (wieder) zu überwinden, 'Gut' und 'Böse' nicht (mehr) zu empfinden, sondern 'nur' Tatsachen, die manchmal schön sind und manchmal weh tun, aber jeder kann nur das tun, was er eben kann, nach dem, was er gelernt hat, was man ihm beigebracht hat.

Jeder tut, was er nur kann.

Jeder tut, was er nur will.

In diesen Bereichen des Selbst ist 'Ich kann nicht...' gleichbedeutend mit 'Ich will nicht...'! Jeder kann entscheiden, will ich überhaupt das Paradies haben? Oder bleibe ich lieber im Ego verhaftet, richtend, wertend?

So steht jedem offen, den Weg der neoformen Selbstfindung zu gehen, die gleichbedeutend mit einer Findung dessen ist, was man Gott nennen könnte. Eines Erwachens in Bezug auf den immer anwesenden INNEREN Anteil des Lebens!

Es ist untrennbar: Leben und Glauben!

Man kann nicht nicht glauben.

Aber erst, nach der Selbstfindung, vorher ist 'Religion', oder besser: 'der Glaube', meist nur auf Sonntage beschränkt, oder Weihnachten, oder Ostern. Dann werden alle ganz andächtig, genießen die Feiertage...

Für einen Neoformisten ist jeder Moment von der inneren Seite des Lebens durchdrungen! Die große Ganzheit, das, was man Gott nennen kann, ist immer da, ist immer anwesend! Wir und alles sind das Gott! Wir machen zu einem winzigen Bruchteil das Gott aus! Und unsere Entscheidungen bereiten den Weg entweder ins Paradies – oder in den Krieg, auf welcher Ebene auch immer.

Wenn man das Paradies entdeckt hat, sich selbst genug ist, ganz ist, dann war das jedes Leid, jeden Schmerz, jede Demütigung, jede Verletzung wert! Sie waren sogar unabdingbar, unverzichtbar, um dorthin gelangen zu können. So erhält das Leben Sinn! Sinn bis in die kleinsten Details, Sinn in jeder Beziehung! Sinn in jeder Tat, so schrecklich sie auch scheinen mag. Dadurch befähigt, das Leid zu überwinden und es so viel und so lange wie man will, mit Glück aufzuwiegen. Um irgendwann die totale Ausgeglichenheit erreichen zu können.

Jetzt!

Hier!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Dankbarkeit!

 

Diese wird sich von ganz allein einstellen. Die Chance bekommen zu haben, eine Menschwerdung vollziehen zu können, die Existenz geschenkt bekommen zu haben, ein Leben, das macht einen Neoformisten zutiefst dankbar!

Ebenso das Leid, durch das man so lange und so tief gewandert ist, die unbeantworteten Fragen, die Demütigungen – hab Dank dafür, Du großes Ganzes, sie haben mich finden lassen!

Überall werden plötzlich kleine Geschenke am Wegesrand zu finden sein, ein Sitzplatz im Bus, der plötzlich frei wird, eine Einladung zum Mittagessen, ein überraschender, lieber Besuch, 100 Euro extra für Wohngeldempfänger, und immer wieder: Das Sein!

Immer wieder: Das Sein!

Ungerichtete Ausbrüche von Glück, von Juhu, von Jipi, von Frohlocken, werden den menschgewordenen immer wieder überraschen!

Dann kurz 'Danke!' sagen!

Danke an das große Ganze, danke an mich selbst, dass meine Schritte mich genau jetzt genau hierhin geführt haben, um hier das Glück zu erleben!

Danke!

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Selbst Vertrauen!

 

Als Menschgewordener wird man nicht blind tun, was andere sagen! Das eigene Gewissen, wenn man sich befreit hat, wird Maßstab sein. Dann wird man in der Lage sein, Blendwerk von Entwicklung zu trennen. Wenn man erkannt hat, was das tiefste Innere, der Kern, will oder dann auch nicht will, und wenn man dann noch danach handelt, ist man auf dem Weg zur Wahrheit, zur Freiheit davon, zum Paradies.

Wenn jemand aber sagt:

'Dies ist letzte Wahrheit! Ich habe sie!'

kann ein echter Neoformist eigentlich nur lächeln. Ein Mensch, ein Volk, eine Gesellschaft ist niemals fertig entwickelt! Falls dieser Zustand je eintreten sollte, ist das das Ende. (Welches dann mild und freundlich empfangen würde.) Aber solange Potenzial zur Entwicklung da ist, und das wird sicher noch in diversen Jahrtausenden so sein, wird es keine letzte Wahrheit geben! Ist Entwicklung da, entwickelt sich 'die Wahrheit' immer mit, solange ihr der letzte Stand der Wissenschaften zur Verfügung steht.

Wenn es eine letzte Wahrheit gibt, dann das Überwinden des Bedürfnisses danach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Es darf keinerlei Ausgrenzung geben!

 

Nichts und Niemand ist vom Neoformismus ausgeschlossen! Keine 'Randgruppe', keine Berufsgruppe, kein Anhänger welcher Religion auch immer, kein was auch immer für ein Staatsbürger!

Nichts!

Niemand!

Wir sind alle Kinder und Väter von dem, was man Gott nennen kann!

Das bedeutet alles und alle als das zu respektieren, was sie sind! Und sei es ein verblendeter Attentäter, der 30 Leute mit in den Tod reißt.

Sogar den!

Er hat das getan, was ihm andere beigebracht haben, die wiederum von anderen davor gelernt haben. Er war ums verrecken nicht in der Lage nach oben aus dem Labyrinth zu sehen, geschweige denn herauszutreten. Er hat sein Geschenk, sein Leben mit Hass vergeudet und sich dann selbst gerichtet. Und im Moment des Todes wurde er sogar noch um das Paradies für Märtyrer betrogen. Da wollte er hin: Ins Paradies, wo alles Gut ist, wo alles Gott ist!

Warum, verdammte Scheiße nochmal, kriegen wir das nicht hier und jetzt hin?

Ein Weg ist die Selbstfindung!

Den Krieg in sich zu beenden, den Hass in sich zu beenden, das Gruppendenken und die Ausgrenzung in sich zu beenden!

Das ist das Ziel des Neoformismus!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Es gibt keinen Gottesdienst, nur das Dasein selbst!

 

So, wie das Gott keine Person ist, wird auch keiner Person gehuldigt! Es gibt keine feste Struktur in der Ausübung der seelischen Lebensgrundlage 'Neoformismus'. Es gibt keine Heldenfigur, kein Gesicht des Neoformismus. Keinen Heilsbringer. Das muss schon jeder selbst erledigen. Jeder für sich muss sich vergeben, muss sich seine Sünden verzeihen, muss an sein eigenes Kreuz, sterben und wieder auferstehen durch die Selbstfindung.

Es gibt keinen Gottesdienst.

Wir sind alle das Gott! Durch unser Leben danken wir dem großen Ganzen, ob wir wollen oder nicht! Das Leben und das Spirituelle, das Innere sind untrennbar, sind eins! Dann zu sagen:

'Der Sonntag ist heilig und sonst – na ja...' ist geradezu komisch!

Mit jedem Moment des Glückes, mit jedem Moment des Leides, in dem wir uns unser Glück opfern, SIND wir das Gott!

Kein Held, der sich für unsere Sünden schlachten lässt!

Unsere Egos müssen sterben, das nicht sinnvolle müssen wir hinter uns lassen! Unser eigener Beichtvater müssen wir werden, unser eigener Heilsbringer, wir müssen 'Neoform' werden! Sonst geht alles weiter, wie immer...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Der Neoformismus wird niemals als Grund für Gewalt und Krieg vergewaltigt werden!

 

Das muss 100%ig klar sein! Nichts kann Gewalt rechtfertigen, in welcher Form auch immer! Es wird keinen Krieg im Namen des Neoformismus geben, nicht mal um seinetwillen.

Der Neoformismus war schon immer da und wird es auch immer sein, er musste nur mal ausgesprochen werden. So wird der Gedanke des Friedens und der Selbstfindung des Einzelnen nicht zu vernichten sein. Es lohnt also nicht ein einziges Opfer in seinem Namen, kein heiliger Krieg wird um seinetwillen ausgerufen werden.

Niemand kann das Gott vergewaltigen, wer es versucht, wird nur sich selbst vergewaltigen, auch das muss klar sein!

Wobei man sich aber auch nicht unbedingt wie ein hardcore Buddhist der hungrigen Löwin zum Fraß vorwerfen muss... Das Recht auf Selbstverteidigung hat erstmal jeder, wie ich finde. Darüber muss man auch reden. Dieses Geschenk Leben, mit seinen Möglichkeiten und Schönheiten und Grausamkeiten... ich möchte es tatsächlich solange Leben, bis ich es nicht mehr brauche. Bis mein Inneres oder mein Körper sagt:

Es ist jetzt gut!

 

Aber was mache ich wenn mir jemand ans Leder will? Bei all dem losgelassenen und menschgewordenen Texten eine ganz konkrete Frage. Für mich gibt es zwei Möglichkeiten:

 

1. Solange ich das Leben gerne noch hätte, verteidige ich mich mit allem was ich habe. Denn es einem anderen zum Fraß vorzuwerfen - dafür bin ich noch nicht bereit.

 

2. Ich bin soweit. Dieser Messerstecher vor mir wird mich tatsächlich nach Hause führen! Ich werde ihm danken und bedingungslose Akzeptanz wird mein Begleiter sein. Ich hege keine Gefühle mehr gegen ihn. Ich bin bereit.

 

Das sind die Pole, zwischen denen dieses Pendel schwingt.

Und beide sind richtig, wenn man zu sich selbst nur ehrlich ist!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Der Status Quo wird nur als Basis für Entwicklung betrachtet!

 

Nichts darf bleiben, wie es ist! Es muss klar sein, dass eine immerwährende Entwicklung stattfindet, gesellschaftlich, technisch und persönlich! Über die persönliche haben wir direkten Einfluss auf die beiden anderen.

Es ist eine Katastrophe, wenn ein Mensch nach der Pubertät in seinen Ansichten und Glauben versteinert, sich nicht mehr ent-wickeln kann, wie schlimm er auch verwickelt ist! Die Entwicklung ist immer sinnvoll. Man kann sagen: 'Es entwickelt sich zum Schlechten'. Aber das ist keine Ent-wicklung! Wenn etwas zum 'schlechten' führt, ist es ver-wicklung. Entwicklung ist immer sinnvoll, befreit von verkrusteten Strukturen, gesellschaftlich, religiös, persönlich!

Das Leben ist Entwicklung!

Immerwährende Entwicklung!

Das nicht zu erkennen ist eine Tragödie. In seiner Entwicklung zu versteinern, alles bloß lassen, wie es ist, 'Es geht doch...'. Ja, es geht, aber wie? Zu erkennen, dass es immer noch besser gehen kann, ist ein Schlüssel zur Selbstfindung. Die Entwicklung hört nie auf! Erst der Tod, das Nirwana beendet die Entwicklung des Individuums. Kurz davor kommt noch ein Blick darauf, was hätte sein können, und dann ist Schluss. Vielleicht. Und wenn es wirklich so wäre? Um Gottes Willen, um Deinetwillen, mach Dir bewusst, dass Du Dich weiterentwickeln kannst, immer weiter, zum Glück, zum Heiterkeit, zur Leere. Diese Stadien fließen ineinander, nichts ist statisch, auf Glück folgt Leere, dann himmlisches Lachen, dann wieder Leere, dann auch mal Trauer... es ist nicht so, dass man Level um Level 'höher steigt', sondern immer länger, immer tiefer hineinschnuppert, immer längere Phasen des Glückes hat, dann fast dauerndes Glück, damit einher geht dann die Heiterkeit, ob welcher Situation auch immer, dann kann man manchmal die Leere erahnen, sie immer öfter leben, immer länger, dass sie irgendwann 'Normalzustand' ist und die anderen Stadien nur Gäste.

Das ist der Weg.

Das ist der Weg!

Doch die meisten bleiben tragischerweise bei ihren Schemata: 'Freund', 'Feind' und 'Gut' und 'Böse'. Ihr Leben lang!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Der Neoformismus sieht nur Mitmenschen und verschwendet keine Energie damit, anderen zu schaden!

 

So sieht der Mitmacher nur Geschwister im Sein, Brüder und Schwestern, die auf ihre Weise versuchen, glücklich zu werden. Versuchen, Sinn zu finden. Viele sehen Feinde überall, Ungläubige, die man auf göttliche Weisung hin abknallen oder sprengen muss. Sogar diese Gestörten arbeiten tatsächlich auf den FRIEDEN hin, auf das Paradies, in dem keine Feinde sind, sondern eben Frieden. Das Problem ist, dass es das Paradies, wie die sich das vorstellen, vielleicht gar nicht gibt. Wenn wir nur das hier haben? Nur dieses Leben, diese Chance?

Wir müssen so leben, als wäre es so!

Das Individuum kann seine Mitwelt nur durch Veränderung seiner Selbst verändern. Alles andere ist Krieg. Wer den Krieg in sich überwunden hat, wird ihn auch in der Welt nicht als politisches Mittel akzeptieren. Dieses menschenverachtende Spiel um Egodinge, bei dem Glück und Liebe einfach so vernichtet wird.

Der Gedanke 'Feind' ist schon so lange, so tief in uns verwurzelt, dass er normal scheint.

'Das sind die Feinde.' Und die gilt es zu bekämpfen.

Aber dass wir an den Feinden nur das hassen, was wir an uns selbst hassen, ist nicht bewusst. Wenn das klar würde, wäre der Krieg vorbei. Sei es der Krieg zwischen Staaten, Religionen, Personen.

Es ist so aufreibend, zu hassen, das bindet so viele Energien, die man viel sinnvoller nutzen könnte. Wenn man den ganzen Hass, die gesamte Energie, die man aufwendet, anderen zu schaden, darin investiert hätte, eine Selbstfindung zu vollziehen, wie viel Zeit hätte man dann noch, um in Frieden zu leben? Das was sich alle wünschen?

Unvorstellbar.

Da alles Neoform ist, ist es völliger Schwachsinn, anderen schaden zu wollen. Man schadet damit nur dem System, dessen Teil man ist! Man schadet letztlich nur sich selbst!

Wie Kräfte aufreibend ist es, über Jahre mit dem Nachbarn wegen einer zu breiten Hecke zu streiten? So sehr, das es Lebensinhalt wird? So sehr, dass es völlig unmöglich wird, glücklich zu sein?

Egal welcher Nachbar es auch ist, der nebenan, das Land dessen Grenze wir Teilen, ethnische Gruppen, religiöse Gruppen, wir schaden nur uns selbst, wenn wir anderen schaden!

So ist es sinnvoll und kräfteschonend, dieses Handeln einzustellen.

Sich zu verbünden, die Kräfte zu teilen und damit zu verdoppeln, das ist Neoform, das ist sinnvoll! Bis wir ein Volk, ein Land, ein großes Ganzes sind!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Titel

Verbreitung nur durch passives Anbieten und nicht durch Aufdrängen!

 

Es dürfte klar sein, dass sich der Neoformismus nicht mit Gewalt verbreiten lässt! Gewalt und Tod in seinem Namen sind unvorstellbar, wären eine Perversion.

So kann er nur versuchen, durch völlige Freiheit von Geheimnissen zu agieren, durch Nachvollziehbarkeit Menschen zu bewegen und vielleicht zu überzeugen. Die Einbeziehung aller Wissenschaften in das Gottesbild, eine konsequente Einbeziehung von allem und allen in die Gemeinschaft, ist der Weg. Allen Wissenschaften ist gemein, dass der Gottesbegriff hinter ihren Grenzen auftaucht und das wird immer so sein. Wie weit auch die Schleier gelüftet werden, es werden immer wieder neue auftauchen. Man entdeckt einen Grund. Aber wie ist der Grund für diesen Grund? So bleibt immer Platz für das, was man Gott nennen kann, für etwas, das man glauben kann!

So kann man sich auf jedem Gebiet auf die Suche nach das Gott machen, jede Entdeckung schadet nicht dem Gottesbild, sondern ERWEITERT es, BEREICHERT es! Wenn man diesen Weg der Offenheit geht, nicht Geheimniskrämer ist, den Glauben nur Eingeweihten zugänglich macht, kann der Neoformismus gelingen.